Speichern/Drucken

Möglicher Fristverstoß der Weltgesundheitsorganisation bei Transfett-Verbot (Und was sind eigentlich Transfettsäuren?)

Möglicher Fristverstoß der Weltgesundheitsorganisation bei Transfett-Verbot

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kämpft mit der Umsetzung ihres globalen Plans, Transfette bis Ende 2023 zu verbannen, den sie 2018 angekündigt hatte. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt davor, dass viele Länder bisher keine Maßnahmen ergriffen haben, um Transfettsäuren aus industriell gefertigten Nahrungsmitteln zu verbannen. Mehr als 40 Länder, die über ein Drittel der globalen Bevölkerung repräsentieren, haben eine der von der WHO empfohlenen Leitlinien für Transfette umgesetzt. Die WHO gibt an, dass jährlich etwa 500.000 Todesfälle auf Transfette in alltäglichen verarbeiteten Lebensmitteln zurückzuführen sind.

Ghebreyesus hob Dänemark hervor, das frühzeitig ein Transfett-Verbot eingeführt hat und damit die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und tödlichen Herzinfarkten deutlich reduziert hat. Eine kürzlich im Plos One veröffentlichte Studie zeigt, dass die Transfett-bedingte Sterblichkeit in Dänemark zwischen 1991 und 2007 um 11 Prozent gesunken ist. Ghebreyesus betonte, dass Transfette in gebackenen Lebensmitteln, Bratölen, frittierten Lebensmitteln und festen Fetten wie Margarine und Pflanzenghee leicht ersetzt werden können. Er empfahl hoch-oleische Pflanzenöle als Hauptalternative, da sie „gesünder, nicht teurer und geschmacklich gut sind“. In WHO-Dokumenten werden Raps- und Rüböl als Hauptalternativen genannt, gefolgt von Sonnenblumen-, Mais- und Sojaöl. Olivenöl wird aufgrund seiner eingeschränkten Verfügbarkeit und hohen Kosten nicht als globale Alternative betrachtet.

Laut WHO sind mehr als 100 Länder noch nicht aktiv dabei, Transfette aus Lebensmitteln zu entfernen oder zu reduzieren, wodurch etwa fünf Milliarden Menschen den schädlichen Auswirkungen von Transfetten ausgesetzt bleiben. In einigen Ländern mit einer hohen Belastung durch Transfett-verursachte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Australien, Pakistan, Iran, Ägypten, Aserbaidschan, Südkorea, Bhutan, Nepal und Ecuador, wurden bisher keine Fortschritte erzielt. Die WHO schlägt ihren Mitgliedsländern zwei politische Optionen vor: den Transfettgehalt in Lebensmitteln auf maximal zwei Gramm pro 100 Gramm Gesamtfett zu begrenzen oder die Produktion bzw. Verwendung von teilweise hydrierten Ölen, der Hauptquelle für Transfette, zu verbieten. Ghebreyesus lobt die Entscheidung der US-amerikanischen FDA aus dem Jahr 2019, Transfette als unzumutbares Risiko für die menschliche Gesundheit einzustufen und somit faktisch zu verbieten.

Bisher haben über 40 Länder, die mehr als ein Drittel der globalen Bevölkerung repräsentieren, eine der von der WHO vorgeschlagenen bewährten Vorgehensweisen in Bezug auf Transfette implementiert", so Ghebreyesus. "Darüber hinaus verfolgen 17 zusätzliche Länder, in denen weitere 400 Millionen Menschen leben, weniger strenge Maßnahmen, bewegen sich aber dennoch in Richtung der von der WHO empfohlenen bewährten Methoden", ergänzte er. Ghebreyesus unterstrich die Bemühungen der International Food and Beverage Alliance, Transfette aus den Produkten ihrer Mitgliedsunternehmen, einschließlich Coca-Cola, Unilever, Nestlé, McDonald's und Ferrero, bis 2023 zu beseitigen, als Beispiel für erzielte Fortschritte.

 

Quelle: Dr Tedros Adhanom Ghebreyesus, Director-General, World Health Organization, WHO, Artikel vom 03.02.2023

 

 

Was sind Transfettsäuren und warum sind Sie

ungesund?

 

Transfettsäuren, auch Transfette genannt, sind ungesättigte Fettsäuren, bei denen die Wasserstoffatome an gegenüberliegenden Seiten der Doppelbindung im Fettmolekül angeordnet sind. Diese räumliche Anordnung führt dazu, dass Transfettsäuren eine andere Struktur und Eigenschaften als die natürlich vorkommenden cis-Fettsäuren aufweisen.

Transfettsäuren können in kleinen Mengen natürlich in tierischen Produkten wie Milch, Fleisch und Butter vorkommen. Die Hauptquelle für Transfettsäuren in der menschlichen Ernährung sind jedoch industriell hergestellte, teilweise hydrierte Pflanzenöle, die in vielen verarbeiteten Lebensmitteln wie Margarine, Backwaren, Frittierfetten und Snacks verwendet werden. Diese industriellen Transfette entstehen, wenn flüssige Pflanzenöle bei der Hydrierung in feste Fette umgewandelt werden, um ihre Haltbarkeit und Textur zu verbessern.

Transfettsäuren sind gesundheitlich bedenklich, da sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können. Sie erhöhen das LDL-Cholesterin („schlechtes“ Cholesterin) und senken gleichzeitig das HDL-Cholesterin („gutes“ Cholesterin), was zu einer ungünstigen Cholesterinbilanz führt. Aufgrund dieser negativen gesundheitlichen Auswirkungen haben viele Länder und Organisationen Maßnahmen ergriffen, um den Verzehr von Transfetten zu reduzieren oder zu verbieten.

 

Olivenöl als gesündere Alternative zu Transfettsäuren

 

Olivenöl ist seit Jahrtausenden ein Grundnahrungsmittel in der Mittelmeerküche und wird aufgrund seiner gesundheitlichen Vorteile und seines einzigartigen Geschmacks hoch geschätzt. Im Vergleich zu Transfettsäuren, die in vielen verarbeiteten Lebensmitteln gefunden werden können, bietet Olivenöl eine gesündere und natürlichere Lösung für die Ernährung. In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, warum Olivenöl die bessere Wahl ist.

  1. Natürliche Herkunft und Zusammensetzung

Olivenöl wird aus Oliven gewonnen und ist ein pflanzliches Öl, das reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, insbesondere Ölsäure, ist. Es enthält auch Polyphenole, die antioxidative Eigenschaften haben. Im Gegensatz dazu sind Transfettsäuren künstlich hergestellte Fette, die durch den Prozess der Hydrierung entstehen. Diese Fette wurden entwickelt, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu erhöhen und ihnen eine feste Konsistenz zu verleihen.

  1. Positive Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel

Studien haben gezeigt, dass der Verzehr von einfach ungesättigten Fettsäuren, wie sie in Olivenöl enthalten sind, zu einer Verbesserung des Cholesterinprofils führen kann. Olivenöl kann dazu beitragen, das Verhältnis von HDL (High-Density Lipoprotein) zu LDL (Low-Density Lipoprotein) zu verbessern, ohne die gesamte Cholesterinmenge zu erhöhen. Transfettsäuren hingegen können den LDL-Cholesterinspiegel erhöhen und gleichzeitig den HDL-Cholesterinspiegel senken, was zu einem ungünstigen Cholesterinprofil führt.

  1. Herzgesundheit

Die einfach ungesättigten Fettsäuren in Olivenöl können dazu beitragen, die Herzgesundheit zu unterstützen. Eine ausgewogene Ernährung, die Olivenöl als Fettquelle beinhaltet, kann in Kombination mit anderen gesunden Lebensstilmaßnahmen dazu beitragen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Transfettsäuren hingegen wurden mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.

  1. Vielseitige Verwendung

Olivenöl ist ein äußerst vielseitiges Öl und kann sowohl zum Kochen als auch zum Verfeinern von Speisen verwendet werden. Die Verwendung von Olivenöl anstelle von Transfettsäuren kann dazu beitragen, die Qualität Ihrer Mahlzeiten zu verbessern und Ihrem Körper wertvolle Nährstoffe zuzuführen.

Zusammenfassend bietet Olivenöl eine gesündere und natürlichere Alternative zu Transfettsäuren. Durch die Integration von Olivenöl in eine ausgewogene Ernährung können Sie die Vorteile dieses wunderbaren Öls nutzen.

← Älterer Post Neuerer Post →

Der Olivenöl News Kanal

RSS

Original Beans: Einzigartigkeit unterstrichen durch 7 grüne Eier in der Chocolate Scorecard

In der dynamischen Welt der Schokoladenindustrie setzt Original Beans erneut Maßstäbe für Nachhaltigkeit und ethische Verantwortung. Bei Jordan Olivenöl freuen wir uns, diese bahnbrechende Nachricht...

Weiterlesen

Los Angeles: Deutsche Familie erhält Gold Award 2024 für Olivenöl

Jordan Olivenöl hat bei der prestigeträchtigen Los Angeles Olive Oil Competition erneut unter Beweis gestellt, dass es zu den Spitzenreitern der Branche gehört. Diese Auszeichnung,...

Weiterlesen